
Dieser Herausforderung an
die Demokratie begegnete
das Bündnis GEH DENKEN,
dem die AWO Sachsen an-
gehört, in diesem Jahr mit
einem Sternmarsch.
Gut ausgerüstet mit den
selbstgebastelten Plakaten
aus dem AWO Jugend-
treff Checkout zeigten
AWO-Mitarbeiter und
Ehrenamtliche gemeinsam
Gesicht gegen die braunen
Umtriebe.
Am Vormittag des 14. Februar lud die AWO Sachsen zudem zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung "Wohlfahrtspflege für Demokratie - gegen Rechtsextremismus.
Zivilgesellschaft stärken - Unterwanderung verhindern", um - bildlich gesprochen - dem Wolf den Schafspelz über die Ohren zu ziehen. Denn: Nicht nur, dass rechtsextreme Parteien Einzug in Landtage und Kommunalparlamente halten: Auf lokaler Ebene spielen sie die "sozialen Kümmerer" – Hausaufgabenhilfe, Feriencamps und Jugendclub-Betreuung stoßen zielgenau in die Lücken, die der Rückzug der öffentlichen Hand lässt. Pferdefüße dieses sozialen Engagements sind oft erst beim genaueren Hinsehen erkennbar: das Bestreben, rassistischen und fremdenfeindlichen Anschauungen einen gutbürgerlichen Mantel zu geben, um zu infiltrieren und zu rekrutieren. Auch die freie Wohlfahrtspflege sieht sich Unterwanderungsversuchen ausgesetzt.

Petra Schickert vom mobilen Beratungsteam des Kulturbüro Sachsen e.V., der Leiter des Projekts "Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus" der Friedrich-Ebert-Stiftung, Dr. Dietmar Molthagen und der Schirmherr der Initiative ENDSTATION RECHTS Sachsen, Rolf Schwanitz, MdB zu Handlungsstrategien gegen rechtsextremes Haltungen und Aktivitäten, die gerade die AWO als Wohlfahrtsverband anwenden kann. Von Satzungsfragen bis zu symbolischen Aktivitäten und Netzwerkpartnern wurde ein weites Feld beackert um die AWO im Sinne Willy Brandts gut aufzustellen: "Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit."
Protokoll der Diskussionsveranstaltung
Vortrag von Dr. Dietmar Molthagen, Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung
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