"Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit"

Die AWO bei den demokratischen Aktivitäten gegen den europaweit größten Neonazi-Aufmarsch am 14. Februar in Dresden

 Jedes Jahr missbrauchen Rechtsextreme die Erinnerung Dresdens Zerstörung am 13. und 14. Februar 1945 ist für ihre geschichtsverdrehende und menschenfeindliche Propaganda. Inzwischen ist dieser Neonazi-Aufmarsch zum größten seiner Art in Europa geworden, für den über die Grenzen hinaus mobilisiert wird.

 

AWO bei GEH DENKEN

Dieser Herausforderung an

die Demokratie begegnete

das Bündnis GEH DENKEN,

dem die AWO Sachsen an-

gehört, in diesem Jahr mit

einem Sternmarsch.

 

Gut ausgerüstet mit den

selbstgebastelten Plakaten

aus dem AWO Jugend-

treff Checkout zeigten

AWO-Mitarbeiter und

Ehrenamtliche gemeinsam

Gesicht gegen die braunen

Umtriebe. 

 

 

Am Vormittag des 14. Februar lud die AWO Sachsen zudem zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung "Wohlfahrtspflege für Demokratie - gegen Rechtsextremismus.

Zivilgesellschaft stärken - Unterwanderung verhindern", um - bildlich gesprochen - dem Wolf den Schafspelz über die Ohren zu ziehen. Denn: Nicht nur, dass rechtsextreme Parteien Einzug in Landtage und Kommunalparlamente halten: Auf lokaler Ebene spielen sie die "sozialen Kümmerer" – Hausaufgabenhilfe, Feriencamps und Jugendclub-Betreuung stoßen zielgenau in die Lücken, die der Rückzug der öffentlichen Hand lässt. Pferdefüße dieses sozialen Engagements sind oft erst beim genaueren Hinsehen erkennbar: das Bestreben, rassistischen und fremdenfeindlichen Anschauungen einen gutbürgerlichen Mantel zu geben, um zu infiltrieren und zu rekrutieren. Auch die freie Wohlfahrtspflege sieht sich Unterwanderungsversuchen ausgesetzt.

 

AWO Veranstaltung

 

Petra Schickert vom mobilen Beratungsteam des Kulturbüro Sachsen e.V., der Leiter des Projekts "Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus" der Friedrich-Ebert-Stiftung, Dr. Dietmar Molthagen und der Schirmherr der Initiative ENDSTATION RECHTS Sachsen, Rolf Schwanitz, MdB zu Handlungsstrategien gegen rechtsextremes Haltungen und Aktivitäten, die gerade die AWO als Wohlfahrtsverband anwenden kann. Von Satzungsfragen bis zu symbolischen Aktivitäten und Netzwerkpartnern wurde ein weites Feld beackert um die AWO im Sinne Willy Brandts gut aufzustellen: "Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit."

 

Protokoll der Diskussionsveranstaltung

Vortrag von Dr. Dietmar Molthagen, Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung

Vortrag von Rolf Schwanitz, MdB

Bilder der AWO bei GEH DENKEN

 

 
Galerie
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