07.November 2016

AWO Sachsen veranstaltete Fach- und Reflexionstag am 3. November 2016 - Austausch von Haupt- und Ehrenamtlichen

Der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen lud am 3. November 2016 zum Fach- und Reflexionstag mit dem Titel „AWO in Sachsen – Herausforderung Integration“ ein. Angesprochen waren vordergründig haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus dem Bereich Flucht, Asyl & Integration, denen mit der Veranstaltung im Berufsförderungswerk Dresden eine Plattform zum Erfahrungsaustausch geboten wurde. Rund 60 Teilnehmer aus unterschiedlichen AWO Einrichtungen nutzten die Möglichkeit, das Erreichte der vergangenen Monate Revue passieren zu lassen und über zukünftige Handlungsfelder zu diskutieren.

Fachtag Integration in der Aula
Fachtag Integration in der Aula

„Seit vielen Monaten leisten unsere Haupt- und Ehrenamtlichen eine unverzichtbare Arbeit im Bereich der Betreuung und Integration geflüchteter Menschen. Ihnen mit dem Fach- und Reflexionstag sowohl unseren Dank auszudrücken als auch eine Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und zur Reflexion ihres Wirkens zu ermöglichen, ist für uns als Arbeiterwohlfahrt ein wichtiges Anliegen.“, fasste die Landesvorsitzende der AWO Sachsen, Margit Weihnert, die Zielsetzungen des Fachtages in ihrer Begrüßung zusammen. Zudem betonte sie in ihrer Rede die wichtige Aufgabe der AWO, alle Akteure in dem Bereich der Integrationsarbeit, die oftmals einen besonderen psychischen Stress ausgesetzt sind, hinreichend zu begleiten und Ihnen Unterstützungsangebote anzubieten.

Nach der Eröffnung durch Frau Weihnert erläuterte Wolfgang Barth, Leiter der Abteilung Migration und interkulturelle Öffnung beim AWO Bundesverband die „Herausforderung Integration“. So stellte er deutlich heraus, dass für eine erfolgreiche Integration vor allem eine gelungene Inklusion der Flüchtlinge in die Gesellschaft zentral ist. Weitere Herausforderungen betreffen u.a. die fehlenden Peer Groups zur Identifikation gerade bei jugendlichen Flüchtlingen und die momentan noch nicht hinreichend geschaffenen Instrumente für „Anpassungsqualifizierungen“, mit denen sich berufliche Qualifikationen von einem System in das andere übertragen lassen könnten.

Mit dem spannenden Inputs aus dem Fachvortrag fanden sich die Teilnehmer anschließend in vier unterschiedlichen Workshops zusammen, in denen sie über unterschiedliche Aspekte von Integration sprachen. Themen waren die Integration von Flüchtlingskindern in der Kita, die Flucht von Menschen in besonderen Lebenslagen, die Integration Geflüchteter in Arbeit und Anregungen für kultursensibles Arbeiten und interkulturelle Öffnung.

Die AWO bringt sich bereits seit einem Jahr auf vielfältige Weise in die Integrationsarbeit ein. Von den landesweiten 13.044 Mitarbeitern sind 700 in über 41 Einrichtungen für Flüchtlinge und Asylbewerber aktiv. Auch in den 204 AWO-Kitas wird ganz konkret Integration gelebt. Zudem betreut die AWO haupt- und ehrenamtlich Flüchtlingsfamilien, zum Beispiel in 14 Asyl- und Migrationsberatungsstellen in Sachsen. Eine wichtige Säule zur erfolgreichen Integration von Flüchtlingen sind die Ehrenamtlichen der AWO, die sich unter anderem in Spiel-, Betreuungs-, Wander- und Schulpatenschaften einbringen.

Zugleich ist es ein wichtiges Aufgabenfeld der Arbeiterwohlfahrt, Flüchtlinge in die Freiwilligendienste zu integrieren. Mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst erhalten auch Flüchtlinge ein Jahr lang die Möglichkeit, den Arbeitsalltag kennenzulernen, Sprachbarrieren zu überwinden und sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Die Integration von Flüchtlingen als Arbeitnehmer ist für die AWO in Sachsen selbstverständlich: Ca. 20 Personen mit Fluchthintergrund sind bei den Kreisverbänden der sächsischen Arbeiterwohlfahrt beschäftigt.

Am Nachmittag fassten die Workshopleiter unter der Moderation von Florian Heinrich ihre Erkenntnisse noch einmal für alle Teilnehmer zusammen. Als abschließendes Highlight konnten alle Akteure den erfolgreichen Fachtag bei einem Glas Sekt und dem Swing-Quartett der Big Band der TU Dresden ausklingen lassen.

Kontakt für weitere Informationen: Ulrike Novy, Öffentlichkeitsarbeit I Marketing, Tel. 0351 84704-529

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Ulrike Novy
Pressesprecherin I Öffentlichkeitsarbeit
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