14.September 2017

Ergebnisbericht der HeLP-Studie

Herausforderungen, Leistungen und Perspektiven ehrenamtlicher Integrationsarbeit in Sachsen
Potenziale und Ansätze für Verbesserungen erfassen - darum ging es in der Bedarfsanalyse der sogenannten HeLP-Studie im Bereich der ehrenamtlichen Integrationsarbeit in Sachsen. Das Sächsische Staatsministerium hat es sich zur aktuellen Aufgabe gemacht, die Herausforderungen, Leistungen und Perspektiven ehrenamtlicher Integrationsarbeit in Sachsen detailliert zu untersuchen und so zu einer Verbesserung der Freiwilligenarbeit im Freistaat beizutragen. Der Fachbereich Migration, Flüchtlinge, Inklusion des AWO Landesverband Sachsen hat sich an der HeLP-Studie zur Weiterentwicklung der ehrenamtlichen Integrationsarbeit in Sachsen beteiligt und mit Aussagen über Herausforderungen und Potenziale in der ehrenamtlichen Migrationsarbeit in Sachsen die wissenschaftliche Erhebung unterstützt. Auch bei der Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen, Margit Weihnert, stößt das Studienergebnis auf hohes Interesse.

Das mehrstufige Erhebungsverfahren beinhaltete eine Online-Befragung und Telefoninterviews von Freiwilligen und Ehrenamtlichen in der sächsischen Flüchtlingshilfe und Migrationsberatung sowie von Vertretern von Initiativen, Verbänden, Trägerinitiativen und Kommunen. Befragt wurden sie zu ihren Erfahrungen in der täglichen Arbeit. Auf Basis der so festgestellten Befunde wurden anschließend vorhandene Verbesserungspotentiale identifiziert und daraus geeignete Maßnahmen abgeleitet.
Foto: AWO Bundesverband e.V.

Bei der Betreuung und Integration von geflüchteten Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund leisten viele Freiwillige und Ehrenamtliche im Freistaat Sachsen einen wertvollen Beitrag. Zur Verbesserung des Integrationsprozesses der Asylsuchenden und Flüchtlinge im Freistaat Sachsen hatte die Sächsische Staatsregierung in einem Sieben-Punkte-Plan Richtlinien definiert, um u. a. die Ankunft, den Spracherwerb und die soziale Betreuung von geflüchteten Menschen zu optimieren. Auch die Stärkung des Ehrenamtes steht im Fokus. Um die ehrenamtlichen Strukturen in Stadt und Land zu unterstützen, wurden bereits Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote geschaffen. Innerhalb der Richtlinien Soziale Betreuung und Integrative Maßnahmen werden seit Ende 2015 Projekte gefördert, die zur Integration und Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund beitragen und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.  Mit der Durchführung der HeLP- Studie beauftragte die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, das Forscherteam von der Change Centre Consulting GmbH.  An der Studie nahmen 500 Personen teil.

Um einen aktuellen Vergleich des ehrenamtlichen Engagements zwischen den Bundesländern ziehen zu können, werden die Ergebnisse des Freiwilligensurvey 2019 abgewartet.

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Mehr Infos zur Studie: http://www.help-studie.de/