14.November 2017

Sachsen legt Landesprogramm zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit vor

AWO Forderung nach einem Sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose wird nachgegangen

Das Kabinett hat am 7. November die „Richtlinie zur Umsetzung des Landesprogramms zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit – Sozialer Arbeitsmarkt“ beschlossen. „Wir wollen mit unserem Landesprogramm dazu beitragen, dass mehr Langzeitarbeitslose wieder eine Chance bekommen, am Arbeitsleben teilzuhaben“, erklärt Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig.

Von der guten Entwicklung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt, profitieren Arbeitslose mit langem Leistungsbezug noch zu selten. Nachdem die Zahl der Langzeitarbeitslosen vor allem in den Jahren 2007 bis 2009 stark gesunken ist, flacht seither der Rückgang ab. Es verbleibt ein „harter Kern“ von Arbeitslosen, meist mit vielfältigen Problemen.

Unterstützungsangebote müssen deshalb stärker auf individuelle Problemlagen eingehen. Intensives Coaching und die Begleitung der Arbeitslosen sowie die Vernetzung der Angebote und Strukturen werden immer wichtiger. „Wir nutzen die gute Arbeitsmarktentwicklung und ermöglichen Langzeitarbeitslosen eine bessere soziale Teilhabe, indem wir die Eingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützen. Wenn das nicht möglich ist, greift öffentlich gefördert Beschäftigung“, erklärt Minister Dulig.

Die Richtlinie Sozialer Arbeitsmarkt (SAM) enthält dafür vier sich ergänzende Module für eine zielgenaue Förderung: Individuelles Coaching, Betriebsakquise, FAV plus und Gemeinwohlarbeit 58plus. Mit Coaching und Betriebsakquise werden Langzeitarbeitslose und Unternehmen zusammengebracht. Hierbei gehen intensive individuelle Betreuung von Langzeitarbeitslosen und die gezielte Ansprache von Betrieben Hand in Hand.

Die AWO fordert bereits seit Längerem einen Sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose. „Für Langzeitarbeitslose ist der Soziale Arbeitsmarkt eine echte Chance, am Arbeitsleben teilzuhaben.“, erklärte AWO Bundesvorsitzender Wolfgang Stadler im Juli (mehr…).

Die vollständige Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr kann unter https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/214387 abgerufen werden.