Positionen und Stellungnahmen des AWO Landesverbandes Sachsen e.V.

Der AWO Landesverband Sachsen e.V. positioniert sich auf Basis der AWO-Werte zu aktuellen gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Debatten und gestaltet die Zivilgesellschaft aktiv mit.

AWO-Strategie zur Verbesserung der Kita-Rahmenbedingungen in Sachsen

Die AWO in Sachsen ist mit ihren Trägern ein verlässlicher und fachlich kompetenter Partner bei der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. Dadurch unterstützt die AWO sächsische Familien bei der Vereinbarkeit ihrer familiären und beruflichen Verpflichtungen. Die Kreisverbände und Fachgesellschaften im AWO Landesverband Sachsen e.V. sind Träger von 210 Kindertageseinrichtungen, in denen die frühpädagogische Arbeit mit den Kindern in qualitativ hochwertiger und anspruchsvoller Weise erfolgt.

Mit der vorliegenden Strategie zur Verbesserung der Kita-Rahmenbedingungen bietet sich die AWO in Sachsen als Gesprächspartner an, um gemeinsam mit Eltern, Kommunen und Freistaat eine Verbesserung der derzeitigen Rahmenbedingungen für die frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung zu erreichen.

Die Verbesserung der Kita-Rahmenbedingungen wird seit dem Jahr 2009 über die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen (Liga Sachsen) gefordert. Erstmals führten diese Forderungen ab 2015 zu einer stufenweisen Verbesserung des Personalschlüssels in Kindergärten und Kinderkrippen, die mit der letztmaligen Erhöhung im September 2018 abgeschlossen sein werden. Diese Verbesserung des Personalschlüssels aus Landesmitteln des Freistaates Sachsen begrüßen wir ausdrücklich als Einstieg in die grundsätzlich notwendige Verbesserung der Rahmenbedingungen für Kindertageseinrichtungen.

AWO-Strategie zur Verbesserung der Kita-Rahmenbedingungen in Sachsen

"Bildung für Alle" - Zugang zum Bildungssystem für geflüchtete Minderjährige

Ein Bündnis aus Verbänden und Institutionen, dem der AWO Landesverband Sachsen e.V. angehört, setzt sich mit dem Positionspapier für das Recht auf Bildung für Kinder und Jugendliche unabhängig von Aufenthaltsstatus und Wohnort ein. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass 291 Kinder und Jugendliche in Sachsen weder Kindertageseinrichtungen noch Schulen besuchen. Auf Basis der fachlichen Meinungen aus seinen Gliederungen und Einrichtungen hat der AWO Landesverband Sachsen maßgeblich an den Formulierungen des Papiers mitgewirkt. 

Kinder und Jugendliche leben bereits jetzt über Wochen und Monate in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen. Eine solche Unterbringung bedeutet für die Minderjährigen (und Erwachsenen) zunächst komplette Isolation. Es vergeht wertvolle Zeit, in der Kindern und Jugendlichen ihr Menschenrecht auf Bildung vorenthalten wird. Dieses Recht ist in zahlreichen internationalen Abkommen, wie der UN-Kinderrechtskonvention und der Charta der Grundrechte in der Europäischen Union, verankert. Es lässt sich ebenso aus dem Grundgesetz ableiten. So verbietet es die Achtung vor der Menschenwürde, den Zugang zu allgemeinen Bildungseinrichtungen zu verwehren. Nach dem Prinzip der Gleichberechtigung und des Sozialstaats ist ungleichen Chancen bei der Bildungsteilhabe entgegenzuwirken.

Positionspapier Bildung für Alle

Bei Fragen wenden Sie sich an:
David Eckardt
Geschäftsführer
Telefon Telefon 0351 84704-0
Christoph Dörbeck
Organisation | Verbandsarbeit
Telefon 0351 84704–513

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