Straffälligenhilfe

Wenn Menschen gegen das Gesetz verstoßen, erwartet die Gesellschaft eine gerechte Bestrafung der Täter, wirksamen Schutz und angemessene Wiedergutmachung für die Opfer von Straftaten. Doch ist Kriminalität häufig auch ein Produkt gesellschaftlicher Strukturen, die soziale Ungleichheit beinhalten. Diese Ungleichheit zeigt sich unter anderem in den materiellen Lebensbedingungen, individuellen biographischen Gegebenheiten und der Art und Weise der Aufdeckung und Verfolgung von Kriminalität.

Im Rahmen der Straffälligenhilfe bietet die Arbeiterwohlfahrt verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an:

  • Beratungsstelle für Inhaftierte, Haftentlassene und deren Angehörige,
  • Betreutes Wohnen nach §§ 67 – 69 SGB XII,
  • Betreuungsweisung (BTW) für Jugendliche nach richterlicher Weisung,

  • soziale Trainingskurse (STK) für straffällige Jugendliche und Heranwachsende als Auflage vom Jugendrichter,
  • Täter-Opfer-Ausgleich (TOA).

Die Hilfeangebote sind auf die Verbesserung der Lebenssituationen und Lebensbewältigung dieser Menschen gerichtet. Dabei sollen die Selbsthilfekräfte der straffälligen Menschen derart gestärkt werden, dass sich die die Straffälligkeit begünstigenden sozialen und persönlichen Faktoren verändern.