Hilfsmittel/Hausnotruf

„Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder nach § 34 Abs. 4 ausgeschlossen sind“ (§33 SGB V).

Voraussetzung für eine (Mit-)Finanzierung eines benötigten Hilfsmittels durch die Krankenkasse ist ferner, dass das jeweilige Hilfsmittel in das Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen ist. Voraussetzung für eine Genehmigung eines beantragten Hilfsmittels ist darüber hinaus, dass es geeignet sein muss, den Erfolg der medizinischen Behandlung sicher zu stellen bzw. durch Behinderung bestehende Nachteile auszugleichen.

 

Von den Hilfsmitteln nach SGB V sind Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI zu unterscheiden. Ein Versorgungsanspruch mit Pflegehilfsmitteln besteht dann, wenn

  • diese der Erleichterung der Pflege dienen
  • dadurch eine selbständigere Lebensführung ermöglicht wird oder
  • das Pflegehilfsmittel zur Linderung der Beschwerden des pflegebedürftigen Menschen beiträgt.

Den Hilfsmittel/Pflegehilfsmitteln sind auch Hausnotrufsysteme zuzuordnen.

Ein Hausnotruf ist ein über das Telefon geschaltetes Notrufsystem, das Hilfe im Notfall und in prekären Situationen rufen kann und auf diese Weise Sicherheit zu Hause schaffen hilft.

Konkret heißt das

- Hilfe „rund um die Uhr“.

- Schlüsseldienst ermöglicht einen schnellen Zugang bei Notfällen.

- Gut ausgebildete und fachlich qualifizierte Mitarbeitende stehen rund um die Uhr zur Verfügung.

Die Installation eines Notrufsystems sollte durch entsprechende Fachkenntnisse begleitet werden, um mit einem nach den jeweils individuellen Bedürfnissen gestalteten Notruf umzugehen. Das kann auch heißen, nicht notwendige Leistungen auszuschließen und entsprechende Kosten zu sparen.

Hausnotrufsysteme sind vom Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung erfasst und somit Bestandteil. Demnach besteht grundsätzlich die Möglichkeit, bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen, eine Beteiligung an den mit der Installation und Betreibung eines Notrufsystems entstehenden Kosten bei der zuständigen Krankenkasse zu beantragen.

Bei Fragen wenden Sie sich an:
Klaus-Peter Buchmann
Innovation & Altenhilfe
Telefon 0351 84704-528
Fax: 0351 84704-540

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