Das Pflegestärkungsgesetz I (PSG I)

Ferner gelten seit dem 1. Januar 2015 auch Verbesserungen bei gleichzeitiger Nutzung von Tages-/Nachtpflege und Pflegesachleistungen in der ambulanten Versorgung. Wer ambulant Sachleistungen in Anspruch nimmt und/oder Pflegegeld bezieht, kann daneben Tages- und Nachtpflege voll in Anspruch nehmen, ohne dass die jeweiligen Leistungsarten gegeneinander aufgerechnet werden.

Leistungen von Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege sowie Betreuungsleistungen können im Rahmen der erweiterten Betreuungs- und Entlastungsleistungen auch durch ambulante Pflegedienste oder nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Angebote erbracht werden. Möglich ist außerdem die Finanzierung anerkannter Haushalts- und Serviceangebote oder von Alltagsbegleitern, die bei der hauswirtschaftlichen Versorgung und der Bewältigung sonstiger Alltagsanforderungen im Haushalt helfen. Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote können ebenso anstelle eines Teils der Pflegesachleistung in Anspruch genommen werden. Hier können bis zu 40% des Sachleistungsbetrages in Betreuungs- und Entlastungsangebote „umgewidmet“ werden.

Seit dem 1. Januar 2015 besteht der Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsangebote nicht mehr nur Menschen mit einer auf Dauer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz (also z.B. für Menschen mit Demenz). Mit dem PSG I werden diese Leistungen auch für pflegebedürftige Menschen geöffnet, die stärker körperlich eingeschränkt sind. Damit haben die Betroffenen erstmals einen Anspruch auf niedrigschwellige Hilfen, d. h. sie können sich vor Ort ein Angebot suchen, das nach Landesrecht anerkannt ist, und bekommen die Kosten bis zur Höhe von 104 Euro monatlich bzw. 1.248 Euro pro Jahr erstattet. Zudem steht ihnen ebenfalls die – oben bereits angeführte – Möglichkeit zu, zusätzlich maximal 40 % des Anspruchs auf ambulante Sachleistungen für solche niedrigschwelligen Angebote zu verwenden.

Weitere detaillierte Informationen zu den Leistungserweiterungen durch das Pflegestärkungsgesetz I finden Sie in dieser Übersicht.

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Klaus-Peter Buchmann
Innovation & Altenhilfe
Telefon 0351 84704-528
Fax: 0351 84704-540

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