Selbsthilfe-/Angehörigengruppen

Die Pflege und Betreuung hilfe- und pflegebedürftiger Menschen kostet – insbesondere, wenn sie über einen längeren Zeitraum notwendig ist – Energie und Kraft, körperlich wie psychisch. Oft wird es schwer die notwendige Geduld und Ausdauer jeden Tag aufs Neue zu generieren.

Selbsthilfegruppen können Interessengemeinschaften oder auch eigenorganisierte Zusammenschlüsse von Menschen sein, die ähnliche Probleme oder als problematisch erlebte Lebenssituationen teilen. Vordergründig geht es um den Austausch von Erfahrungen und Informationen sowie gegenseitige Beratung und Ermutigung. Die Organisation der Gruppen erfolgt aus sich selbst, daraus ergibt sich zumeist die ehrenamtliche Leitung von Selbsthilfe-/ Angehörigengruppen.

 

Insbesondere dort, wo pflegende Angehörige und/oder sonstige pflegende Personen über einen großen Zeitraum als Pflegepersonen zur Verfügung stehen, kann der Austausch mit Menschen in vergleichbaren Lebenssituationen hilfreich sein.

Erfahrungen auszutauschen und zu hören, wie andere ihren gleichfalls schweren Alltag bewältigen und was ihnen in besonders schwierigen Situationen geholfen hat, kann Unterstützung geben. Oder wenn es darum geht, weitere Hilfen bzw. Hilfsmittel zu organisieren, weil die Pflege intensiver geworden ist, können Menschen mit Erfahrungen weiterhelfen.

 

In Selbsthilfe- und/oder Angehörigengruppen treffen sich Menschen, die ihre Erkenntnisse gern weitergeben, weil sie selbst erlebt haben, dass die Pflege zu vielerlei Belastungen führt, Entlastung für die eigene Gesundheit notwendig ist, die sie in einer Selbsthilfe- und/oder Angehörigengruppe gefunden haben.

 

Häufig orientieren sich Zweck und Themen von Selbsthilfe- und Angehörigengruppen an den Erkrankungen derer, die gepflegt werden. So gibt es z.B. Selbsthilfegruppen für Angehörige von Menschen mit Demenz, für Patienten mit Schlaganfall, Krebserkrankungen und anderes mehr.

Nach § 20c SGB V (Gesetzliche Krankenversicherung) sind Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen unter bestimmten Voraussetzungen durch die Krankenkassen förderfähig. Diese orientieren sich an bestimmten Formen von Erkrankungen und sind im Krankheitsverzeichnis (Anlage 2 zum Leitfaden der Selbsthilfeförderung) aufgelistet. Das derzeit geltende Krankheitsverzeichnis kann eingesehen werden unter:

 

Leitfaden Selbsthilfeförderung

Bei Fragen wenden Sie sich an:
Klaus-Peter Buchmann
Innovation & Altenhilfe
Telefon 0351 84704-528
Fax: 0351 84704-540

Weiterführende Links