Hilfe, Beratung und Unterstützung zu Hause (ambulante Dienste/Sozialstationen)

Ambulante Dienste/Sozialstationen ermöglichen u.a. die medizinische Versorgung nach ärztlichen Verordnungen wie zum Beispiel die Kontrolle von Blutzuckerwerten und Blutdruckmessung, Verbandswechsel, Medikamentengaben, Injektionen/Infusionen und Wundbehandlung, Sondenernährung (PEG-Sonden), Dekubitusbehandlung, Katheterpflege/-wechsel. Diese Leistungen werden vom Arzt verordnet, um das Ziel der ärztlichen Behandlung zu unterstützen, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden bzw. zu verkürzen oder eigentlich notwendige Krankenhausbehandlung zu ersetzen, wenn diese nicht ausführbar ist.

In diesen Fällen werden die Kosten der häuslichen Krankenpflege durch die Krankenkassen getragen (§ 37 SGB V).

Ambulante Dienste/Sozialstationen unterstützen und/oder übernehmen notwendige Pflegeleistungen wie bspw. die Körperpflege, Unterstützung bei der Vorbereitung von Mahlzeiten, Hilfe beim Essen und Trinken, der Mobilität und der Hilfe bei der Haushaltführung.

Liegt nach dem Sozialgesetzbuch XI. Buch (soziale Pflegeversicherung – SGB XI) anerkannte Pflegebedürftigkeit im Sinne von § 14 vor und wurde eine Pflegestufe (§ 15 SGB XI) ermittelt, können Leistungen der Pflegeversicherung, in Form von Geld-, Sach- oder aus beidem kombinierte Leistungen bezogen werden. Die Geld und Sachleistungen der einzelnen Pflegestufen werden – vorbehaltlich des noch ausstehenden Gesetzesbeschlusses – mit Wirkung ab 1. Januar 2015 angehoben:

Geldleistung nach § 37 SGB XI

von derzeit

auf ab 1. Januar 2015

Pflegestufe I

235,00 €

244,00 €

Pflegestufe II

440,00 €

458,00 €

Pflegestufe III

700,00 €

728,00 €

 

Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI

von derzeit

auf ab 1. Januar 2015

Pflegestufe I

450,00 €

468,00 €

Pflegestufe II

1.100,00 €

1.144,00 €

Pflegestufe III

1.550,00 €

1.612,00 €

 

Übernommen werden auch häusliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen für Personen mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung (z.B. bei Demenz etc.). Ab Januar 2015 wird der Kreis anspruchsberechtigter Personen auf alle pflegebedürftige Versicherte, denen mindestens erhebliche Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe I) zuerkannt wurde, erweitert.

Die AWO betreibt – territorial in ganz Sachsen – zusammen 33 ambulante Dienste/Sozialstationen. Sie sind an an sieben Wochentagen 24 Stunden erreichbar, auch in Ihrer Nähe.

Bei Fragen wenden Sie sich an:
Klaus-Peter Buchmann
Innovation & Altenhilfe
Telefon 0351 84704-528
Fax: 0351 84704-540

Weiterführende Links