"Steine setzen – Lücken schließen" war das Motto des symbolischen Baubeginns am 8. April in Wermsdorf bei Leipzig. Es wurde ganz handgreiflich umgesetzt - im gemeinsamen Vermauern der Dokumentenhülse - aber auch mit Blick auf die Versorgungslandschaft werden Lücken geschlossen: in Wermsdorf entsteht ein in den neuen Bundesländern einzigartiges Therapieangebot für Suchtkranke mit Doppeldiagnosen. Drogenabhängigkeit und psychische Erkrankungen treten in den meisten Fällen gemeinsam auf und müssen gleichzeitig behandelt werden. Dank dem psychiatrischen Fachkrankenhaus Hubertusburg in unmittelbarer Nähe ergeben sich Synergieeffekte, die therapeutisch und finanziell bedeutsam sind.
"Wir investieren vor Ort, schaffen Arbeitsplätze und helfen Menschen", so AWO Landesvorsitzende Margit Weihnert: "Mit diesem Dreiklang setzen wir gerade in der Krise ein Zeichen. Die wohlfahrtsverbandliche Sozialwirtschaft ist in jeder dieser Hinsichten ein verlässlicher und innovativer Partner der Kommunen. Da lohnt sich politische Unterstützung."
Die Wermsdorfer Rehabilitationseinrichtung hat eine Kapazität von 40 Plätzen. Es werden 25 neue Arbeitsplätze geschaffen. Eingestellt werden Fachärzte, Sozialpädagogen, Krankenschwestern und -pfleger, Sport- und Arbeitstherapeuten sowie Verwaltungs- und technische Mitarbeiter. Die Investitionssumme für das Klinikprojekt beträgt rund 2,4 Millionen Euro. Gesellschafter der neuen Suchthilfe Mitteldeutschland gemeinnützige GmbH sind die AWO Sachsen Soziale Dienste gGmbH, die Fachkrankenhaus Hubertusburg gGmbH und die SiT - Suchthilfe in Thüringen gGmbH.
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