Öffentliche Diskussionsveranstaltung der AWO Sachsen

Wohlfahrtspflege für Demokratie - gegen Rechtsextremismus

Zivilgesellschaft stärken - Unterwanderung verhindern

 

am 14. Februar 2009     10-13 Uhr

im Kleiner Saal in der Dreikönigskirche

(Hauptstraße 23, 01097 Dresden)

 

Zum Thema: "Rechtsextreme sehen nicht immer so aus, wie man sie sich vorstellt.

Sie sind auch nicht so dumpf, wie man sie gerne hätte" titelt "Die Zeit-Campus" im

Frühjahr 2008.  Rechtsextremistische Organisationen in Deutschland sind in den

letzten Jahren um einiges moderner und professioneller geworden. Nicht nur,

dass rechtsextreme Parteien Einzug in Landtage und Kommunalparlamente halten:

Auf lokaler Ebene spielen sie die "sozialen Kümmerer" – Hausaufgabenhilfe, Ferien-

camps und Jugendclub-Betreuung stoßen oft und zielgenau in die Lücken, die

der Rückzug der öffentlichen Hand lässt. Pferdefüße dieses sozialen Engagements

sind vielfach erst beim genaueren Hinsehen erkennbar: das Bestreben, rassistischen

und fremdenfeindlichen Anschauungen einen gutbürgerlichen Mantel zu geben, um

zu infiltrieren und zu rekrutieren. Auch die freie Wohlfahrtspflege sieht sich

Unterwanderungsversuchen ausgesetzt. Dies zu verhindern und Gegenstrategien

zu entwickeln, muss eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahre sein.

 

 

Ablauf:

 

Begrüßung         Margit Weihnert, AWO Landesvorsitzende

 

Impuls I               Wölfe im Schafspelz - Rechtsextreme als "Kümmerer" bei  

                              Strukturschwäche

                              und unterentwickelter Zivilgesellschaft - Erfahrungen  


                              Wolfgang Gulbis, Landesgeschäftsführer der AWO Mecklenburg-

                              Vorpommern

 

Impuls II              Schutz vor Unterwanderung sozialer Einrichtungen und präventive    

                              Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtsextremismus

                              Dr. Dietmar Molthagen, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin

 

Impuls III             Das Demokratische und das Soziale – politische und  gesellschaftliche Aufgaben für eine Zurückdrängung des Rechtsextremismus

                              Rolf Schwanitz, MdB, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Schirmherr der Initiative ENDSTATION RECHTS

Diskussion und Erfahrungsaustausch

 

Schluss               Zusammenfassung der Diskussionsergebnisse und Ausblick -

                              Hinweise zu den Aktionen der Initiative GehDenken am gleichen Tag

                              René Vits, Vorsitzender des AWO Kreisverbands Dresden e.V.

 

Gestärkt durch heiße Suppe und Kaffee der AWO Soziale Arbeitsprojekte SONNENSTEIN gemeinnützige GmbH haben die Teilnehmenden ab 13 Uhr Gelegenheit an der Demonstration der Initiative GehDenken gegen den leider europaweit größten rechtsextremen Aufmarsch teilzunehmen.

 

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