28.Oktober 2020

Abschluss der Studie zu Gewalterfahrungen in der stationären Pflege

AWO Sachsen und die KNAPPSCHAFT Regionaldirektion Chemnitz stellen Ergebnisse in Dresden vor

In den vergangenen zwei Jahren hat die AWO Sachsen gemeinsam mit der KNAPPSCHAFT Regionaldirektion Chemnitz eine Studie zu Gewalterfahrungen in der stationären Pflege durchgeführt. Eine zentrale Erkenntnis des Projekts: Gewalt in stationären Pflegeeinrichtungen stellt sich keinesfalls als eine von Mitarbeitenden zu Bewohner*innen verlaufende „Einbahnstraße“ dar. Vielmehr findet Gewalt häufig zwischen den Bewohner*innen selbst oder von Bewohner*innen in Richtung der Mitarbeitenden statt.

David Eckardt, Geschäftsführer der AWO Sachsen und Thorsten Zöfeld, Leiter der KNAPPSCHAFT-Regionaldirektion Chemnitz, mit dem Abschlussbericht der Studie

Auf der Basis der entwickelten Strategien kann die AWO Sachsen nun daran gehen, ihre gewaltsensible und gewaltvermeidende Pflegekultur weiterzuentwickeln und den Einrichtungen sinnvolle Instrumente zum Umgang mit Gewaltpotenzial an die Hand zu geben.

Ein Folgeprojekt ist bereits in Planung. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 und der damit verbundenen Kontaktbeschränkungen sowie Ausgangs- und Besuchsverboten sollen die Auswirkungen auf die Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen, ihre An- bzw. Zugehörigen sowie Mitarbeitende untersucht werden.

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