29.Oktober 2020

Interview mit Carola Thümer, Sachbearbeiterin beim AWO Landesverband Sachsen

Dort, wo die AWO gebraucht wird, ist sie zur Stelle

Carola Thümer ist von Anfang an bei der AWO Sachsen dabei – erst im Bezirksverband Ost und seit seiner Gründung 1995 im Landesverband Sachsen. In diesem Interview aus unserer meeting-Serie "30 Jahre - 3 Geschichten" erzählt sie über die Anfänge der AWO in Sachsen und ihren persönlichen Highlights aus fast 30 Jahren Arbeit bei der AWO.

Aus dem Fotoalbum Carola Thümers anlässlich ihres 25jährigen Dienstjubiläums

Wie kamen Sie zum ersten Mal mit der Arbeiterwohlfahrt in Berührung?

Bis 1991 war ich in der Poliklinik Prohlis beschäfttigt und nach deren Privatisierung zog der AWO Bezirksverband Ost in die Räume ein und musste fünf Mitarbeitende übernehmen – und eine davon war ich. Und so bin ich bei der AWO gelandet.

Und wie ging Ihr Weg dann weiter?

Ich war von anfangan im Chefsekreteriat, anfangs natürlich erst einmal mit wenigen Personen, was sich ja bis heute stark erweitert hat und immer wieder neue Aufgaben gebracht hat. Zwischenzeitlich habe ich auch verschiedene andere Sachen gemacht wie Liga, SHM Suchthilfe Mittdeldeutschland, Vorbereitung Gesellschafterversammlung und in der Verwaltung beim Freiwilligen Sozialem Jahr FSJ. Mittlerweile Ich bin neben meinen Aufgaben im Sekretariat auch Sicherheitsbeauftragte, Ersthelferin  und Brandschutzhelferin.

Gab es einen Umbruch, als der Bezirksverband in den Landesverband überging, war das eine Veränderung?

Es war eine Veränderung. Es kamen dadurch [den Zusammenschluss der Bezirksverbände Ost, West und Chemnitz, Anm.d.Red.] viele Gliederungen und damit neue Aufgabenfelder und zusätzliche Sitzungen hinzu. Das Aufgabenfeld erweiterte sich nochmals stark. Am Anfang waren wir vielleicht 12, maximal 15 Leute – vor allem Fachberatungen. Die Projekte gab es noch nicht und der Freiwilligendienst sollte erst aufgebaut werden.

Gab es  - unabhänig davon dass sich Aufgaben-und Mitarbeitendenkreis stetig erweiterten – in den Anfangsjahren der AWO eine besondere Stimmung?

Ja, das stimmt so. Am Anfang war alles lockerer, einfach weil wir so wenige waren. Bei mehr Mitarbeitenden werden auch mehr Spannungsfelder aufgebaut. Ich kann für mich sagen, dass mir von Anfang an Fairness entgegen gebracht wurde. Die Arbeit ist im Laufe der Zeit mehr geworden mit immer wieder neuen Bereichen, in die man sich einarbeiten musste.

Was sind Momente, die Ihnen mit der AWO besonders in Erinnerung geblieben sind?

Es gab verschiedene Entwicklungen, z.B. politisch mit der Flüchtlingskrise 2015 oder die Sache mit der Flut 2002 sowie 2013 und aktuell natürlich Corona – da mussten sich sofort neue Bereiche erschlossen werden. In besonderer Erinnerung ist mir auch die Gründung des Landesverbands 1995 geblieben. Die 25 Jahrfeier der AWO in Sachsen in Großsedlitz 2015 und natürlich das Jubiläum „100 Jahre AWO“ 2019 im Ostrapark waren große Highlights. Frisch in Erinnerung ist mir noch unser Umzug vor nunmehr über einem Jahr aus Dresden-Prohlis in die Innenstadt.

Und gab es auch Momente, wo Sie gern mal gesagt hätten: Jetzt habe ich genug von der AWO und meiner Arbeit hier?

Überhaupt nicht. Ich habe jederzeit meine Arbeit hier richtig gern gemacht. Bis heute und hoffentlich noch bis zur Rente.

Und woran liegt diese Zufriedenheit, was gefällt Ihnen an der AWO?

Mir gefällt das Miteinander im Kollegium, auch in den Gliederungen. Da hatte ich noch nie Probleme. Und mir gefällt meine Arbeit und die Abläufe.

Inwieweit können Sie sich auch mit den Grundsätzen und Werten der AWO identifizieren?

Ja, das kann ich und auch das trägt dazu bei, das mir meine Arbeit gefällt.

Und gibt es etwas, wo Sie sagen würden, die AWO sollte in diesem Bereich noch mehr tun?

Ich finde, dass dort wo die AWO gebraucht wird, z.B. bei Corona oder dem Hochwasser, ist sie auch immer sofort zur Stelle.

Und wie sieht Ihre Bilanz für Sie persönlich aus?

Bei all den Geschäftsführern, die ich schon erlebt habe – sieben insgesamt – habe ich für mich immer das Beste daraus gemacht und mich gut auf die neuen Situationen eingestellt. Und ich konnte mich immer wieder einbringen. Ich wäre wirklich gern bis zu meiner Rente hier – weil mir die Arbeit echt Spaß macht, vor allem mit diesem Kollegium.

Bei Fragen wenden Sie sich an:
Ulrike Novy
Pressesprecherin I Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0351 84704-529