100 Jahre Arbeiterwohlfahrt - wir feiern!

100 Jahre Arbeiterwohlfahrt – Erfahrung für die Zukunft!

Die AWO Sachsen wird gemeinsam mit ihren Gliederungen in ganz Sachsen 2019 100 Jahre AWO feiern.

Seit 100 Jahren kämpfen wir. Für Gerechtigkeit und Solidarität, für Vielfalt und Frauenrechte. Für ein menschenwürdiges Leben, in dem niemandem Almosen zugeteilt, sondern allen Chancen für Teilhabe ermöglicht werden. Denn nur so geht echtes Miteinander.

Die Politik des Jahres 2019 wird im Zeichen der Europawahl und vor allem der Landtagswahl hier in Sachsen stehen. Wir werden uns als AWO mit vollem Einsatz dafür einsetzen, dem drohenden Rechtsruck entgegenzuwirken und für ein demokratisches und menschenwürdiges Miteinander einzustehen.

Dazu kommen neue gesellschaftliche Herausforderungen, die beispielsweise aus dem demografischen Wandel resultieren. So gibt es einerseits eine steigende Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen beispielsweise für ältere Menschen sowie für die Betreuung von Kindern und andererseits einen wachsenden Fachkräftemangel, der in vielen Einrichtungen und Diensten schon heute spürbar ist. Diesen Herausforderungen werden wir uns mithlife unserer hundertjährigen Erfahrung in der sozialen Arbeit bestmöglich stellen.


Heute vor...Wichtige historische Daten der AWO

19. Januar 1919

marie

Der 19. Januar ist die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts in Deutschland. Erstmals konnten an diesem Tag Frauen an den Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung teilnehmen, 82 Prozent der wahlberechtigten Frauen nutzten diese Chance. AWO Gründerin Marie Juchacz zog als eine von 37 weiblichen Abgeordneten ins Parlament ein. Sie gilt als eine der zentralen Wegbereiterinnen des Frauenwahlrechts und hielt 1919 als erste Frau eine Rede im Reichstag.

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2. Februar 1949

Heute vor 70 Jahren kehrte Marie Juchacz aus dem amerikanischen Exil zurück nach Deutschland. „Glücklich angelangt“ schrieb sie in einem Telegramm an ihre Freunde in New York.

In der Zeit ihres amerikanischen Exils in New York, dass seit 1941 ihr Zuhause gewesen war, lernte sie die englische Sprache und baute die "Arbeiterwohlfahrt - Opfer des Nationalsozialismus New York" auf, in der sie bis 1948 arbeitete. Nach 1945 war sie mit der Organisation an der Überführung tausender „Care Pakete“ nach Deutschland maßgeblich verantwortlich gewesen.

In ihren letzten Lebensjahren, bis zu ihrem Tod 1956, war sie Ehrenvorsitzende in der Arbeiterwohlfahrt und begleitete ihren Wiederaufbau. Sie widmete sich der Weitergabe der Traditionen der Arbeiterwohlfahrt im veränderten Deutschland und setzte sich auch im hohen Alter mit Leidenschaft für die sie wichtigen Themen wie Frauenrechte, Vielfalt und für echte Teilhabe ein.

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19. Februar 1919

Erste Frau redet vor dem deutschen Parlament

Heute vor 100 Jahren hielt unsere Gründerin Marie Juchacz als erste Frau eine Rede vor dem Deutschen Parlament – ein historischer Moment. Mit der ungewöhnlichen Anrede „Meine Herren und Damen“ begann die damals 40jährige ihre Rede. Viele Abgeordnete hatten augenscheinlich ein Problem damit, eine Frau am Rednerpult stehen zu sehen und es herrschte rege Unruhe im Saal.

Heute sind Frauen in der Politik für uns zum Glück eine Selbstverständlichkeit – den Weg dahin bereiteten kluge, engagierte Kämpferinnen wie unsere Marie. Dennoch: Auch heute liegt der Frauenanteil im Deutschen Bundestag nur mehr bei knapp 31 Prozent – es gibt immer noch viel zu tun.

Die vollständige Rede kann übrigens in der Mediathek des MDR nachgehört werden: https://www.mdr.de/zeitreise/audio-899374.html

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14. März 1990

Gründung des AWO Kreisverbands Leipzig

Als erster Kreisverband in Sachsen nach der Wende gründet sich am 14. März 1990 der Kreisverband Leipzig –Stadt im "Haus der Demokratie". Der erste Vorsitzende ist Horst Grüning. Am 31.3.1990 wird dann bereits der AWO- Bezirksverband Sachsen-West mit Bernd Dehler als Vorsitzenden gegründet.

Wir sagen herzlichen Glückwunsch AWO Leipzig – Ihr seid vorangegangen! Heute gibt es in Sachsen 21 Kreisverbände und mehrere große Gesellschaften mit über 13.000 Mitarbeiter*innen und 6.000 Mitgliedern.
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31. März 1990

Gründung des AWO Bezirksverband Sachsen-West

Der AWO- Bezirksverband Sachsen-West im Leipziger „Haus der Demokratie" wird gegründet. Bernd Dehler wird Vorsitzender, Ralph Richter Geschäftsführer. Im Gründungsjahr wird noch eine Bilanz in DDR – Mark erstellt. Heute hat die AWO Senioren- und Sozialzentrum gGmbH Sachsen-West  als Nachfolgerin des Bezirksverbandes ihren Sitz in Markranstädt.

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19. April 2019

Gründung des Kreisverband Dresden

Der AWO Kreisverband Dresden wird gegründet. Damit ist Dresden nach Leipzig die zweite Stadt in Sachsen, in der die Wiedergründung gelang. Vorsitzender und Geschäftsführer wird Tilo Kramer.

Keimzelle der professionellen sozialen Arbeit war vor 29Jahren die damalige Gemeindeschwesternstation in Löbtau, aus der ein ambulanter Betreuungsdienst und eine Seniorenbegegnungsstätte hervorgingen. Viele weitere Einrichtungen kamen im Lauf der Jahre hinzu und heute ist die AWO über die Gesellschaft der AWO Sachsen Soziale Dienste gGmbH eine der größten Arbeitgeberinnen in der Landeshauptstadt.

Foto: Der Kreisverband aktiv beim SPD Friedensfest 1995

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24. April 2019

Gründung des Bezirksverband Chemnitz

Der AWO Bezirksverband Chemnitz witd gegründet. Vorsitzender wird Eugen Gerber, später übernimmt Dr. Helga Otto den Vorsitz. Als Geschäftsführer fungiert Michael Heinisch.

Die AWO Düsseldorf half damals als „Pate“ beim Aufbau der Geschäftsstellen des Bezirks – und Kreisverbands AWO Chemnitz tatkräftig mit. Der Kreisverband wurde nämlich bereits einen Monat später, am 16. Mai, gegründet. Alles begann mit drei ehrenamtlichen Mitarbeitern und schon im Laufe der ersten Jahre wuchs die Beschäftigtenzahl rasant auf über 200 an.  1998 wurde der AWO Bezirksverband Chemnitz in die AWO Südsachsen gGmbH umgewandelt.

Im Bild sieht man einen Ausschnitt des Grußwortes von Dr. Helga Otto auf der Bezirkskonferenz Niederrhein von 1992.

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29. April 2019

Gründung des Landesverband Sachsen

Heute vor 24 Jahren findet die Gründungskonferenz des AWO Landesverband Sachsen in Chemnitz statt. Zum Vorsitzenden wird Dr. Frank Heltzig gewählt. Stellvertreter sind Gudrun Klein und Hermann Ackner. Landesgeschäftsführer wird Tilo Kramer.

Heute arbeiten ca. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Fachbereichen und Projekten im Landesverband. Und dieses Jahr steht uns noch ein ganz besonderes Highlight bevor: Der Umzug ins neu gebaute Herbert-Wehner-Haus auf der Devrientstraße im Sommer. Wir freuen uns schon sehr auf unsere neuen Nachbarn der SPD Sachsen und dem Herbert-Wehner-Bildungswerk.

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16. Mai 1925/1990

Gleich zwei wichtige historische Daten in Sachsen fallen auf den 16. Mai: vor 94 Jahren, am 16. Mai 1925 (bis zum 18. Mai 1925) veranstaltete der Landesausschuss der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen erstmals eine Tagung. Im Landesvorstand waren die beiden Dresdner Max Pinkert und Bernhard Wiesner sowie Philipp Klein aus Leipzig, Richard Koch aus Zwickau und Bruno Mehnert aus Chemnitz.

Und außerdem: Happy Birthday AWO Chemnitz! Heute vor 29 Jahren wurde der Kreisverband gegründet. Heute gehört er mit rund 750 Mitarbeitenden in mehr als 50 Einrichtungen zu den größten Arbeitgebern der Stadt.

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17. Mai 1924

Am 17. Mai 1924 wurde das erste sächsische Kindererholungswerk der Arbeiterwohlfahrt in Heidenau -Großsediitz eröffnet.

Die Dresdner Volkszeitung schrieb darüber in seiner Montagsausgabe am 19. Mai 1924: 
„Genosse Pinkert als Vorsitzender des Landesausschusses für Arbeiterwohlfahrt eröffnet das Heim mit einer kurzen Ansprache vor Gästen und Kindern die sich im Gartensaale des Schlößchen versammelt hatten. Er wies vor allen auf die Bedeutung dieses ersten
Erholungsheim für Arbeiterkinder in Sachsen und die Bedeutung der Arbeiterwohlfahrt hin, die nicht nur für die Arbeiterschaft sondern auch für die ganze Bevölkerung durch ihr Streben bedeutungsvoll sei.
Die Arbeiterwohlfahrt, deren Aufgabenkreis Genosse Pinkert ausführlich schilderte, sei bestrebt, die Folgen des Krieges und der Inflationszeit zu lindern und erholungsbedürftige Kinder möglichst in eigenen Heimen unterzubringen. 
Leider habe die Arbeiterwohlfahrt in Sachsen bis heute kein eigenes Heim gehabt .Sie habe daher freudig die Gelegenheit ergriffen, als dieses Schlößchen nutzbar gemacht wurde […] So geschiehe alles, um den Kindern den Aufenthalt in Großsedlitzer Heim froh, licht und segensreich zu machen und man darf sowohl dem Landesausschuß wie den Kindern von Herzen Glück wünschen.“

Bei Fragen wenden Sie sich an:
Ulrike Novy
Pressesprecherin I Öffentlichkeitsarbeit I Marketing
Telefon 0351 84704-529

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